|
NC-Bearbeitung
Zur NC-Bearbeitung
entstanden durch Anfragen, hauptsächlich aus
Entwicklungsabteilungen von Industriebetrieben, zur Herstellung dreidimensionaler
Strukturen, Anfang der 80’er Jahre zwei völlig neue Maschinentypen,
- das Diatron CX und das Diatron C 300, - später auch Varianten dieser
Maschinen, die auf die Bearbeitungsaufgaben der Kunden abgestimmt
wurden. Nachfolgend einige Ergebnisse aus verschiedenen Anwendungsbereichen.
Da bei dieser Anwendung wegen der geringen Bearbeitungstiefe die Absaugung
der Schleifmittelsuspension nicht unbedingt erforderlich ist, war
die Aufgabe - mal abgesehen von den Kosten für die Beschaffung und
Herstellung der PKD-Werkzeuge - ohne grösseren Aufwand lösbar.
Waferbearbeitung
|
 |
Die
ersten Aufgabenstellungen führten zur Herstellung frei programmierbarer
Strukturen in Glasteilen. Eingesetzt wurde eine, zur damaligen Zeit
recht moderne, frei programmierbare Positioniersteuerung, die wesentlich
kostengünstiger war als die Steuerungen von Werkzeugmaschinen. Die
Bearbeitungszeit wurde hierbei in den Hintergrund gestellt. Die
nebenstehende Abbildung zeigt einen Kanal in einem Wafer aus Pyrex
und konnte mittels kopieren auf diesem Wafer beliebig oft abgebildet
werden.
|
|
Weitere
Aufgabenstellungen betrafen die Herstellung einer Vielzahl von Vertiefungen
in Glaswafern aus Pyrex mit sehr unterschiedlicher Formgebung. Da
bei dieser Formbohrung die Toleranzen relativ eng gesetzt waren
mußten neue Werkzeuge aus PKD entwickelt werden, deren Werkzeugverschleiss
innerhalb einer Reihe von über 2000 Einsenkungen pro Werkstück vernachlässigbar
war.
|
|
 |
Eine
andere Aufgabenstellung betraf die Herstellung von kalottenförmigen
Vertiefungen, ebenfalls in Wafern aus Pyrex und Silizium. Wegen
der hohen Anzahl zu fertigender Bohrungen wurden hier erheblich
kürzere Bearbeitungszeiten gefordert, die nur in Verbindung mit
einer Vergrösserung der Schleifmittelkörnung realisierbar waren.
Die verwendeten Werkzeuge waren PKD-Werkzeuge, mit denen zwischen
den einzelnen Nachbearbeitungen der Kontur etwa 6000 Bohrungen mit
einer Toleranz von 0,1 mm am Übergang zur Oberfläche gefertigt werden
konnten.
|
|
Die
nebenstehend gezeigte Bearbeitung von Bohrungen in Glaswafer ist
gegenüber den vorgezeigten Beispielen wesentlich aufwendiger. Da
relativ scharfe Kanten an den beiden Bohrungsrändern gefordert werden,
ist zur Bearbeitung ein höherer Aufwand erforderlich. Ausserdem
wird mit Absaugung der Schleifmittelsuspension gearbeitet, da die
Bohrungen ca.1 mm tief sind und hier eine Versorgung der Wirkfläche
des Werkzeugs ohne Schleifmittelsuspensionsabsaugung nicht gewährleistet
ist. Als Werkzeugprofile wurden V4A Rohre verwendet, aus denen üblicherweise
Injektionsnadeln hergestellt werden. Derartige Röhrchen sind bis
zu einem Durchmesser von 0,35 mm handelsüblich.
|
|
 |
Der
bearbeitete Glaswafer sieht in einer einfachen Form dann so aus. Als
Werkzeugprofile wurden V4A Rohre mit einem Durchmesser von 1 mm verwendet,
die zusammen mit der Körnung des Schleifmittels einen resultierenden
Bohrungsdurchmesser von 1,06 mm ergeben. Da das Werkzeug bei dieser
Art der Bearbeitung Verschleiss unterworfen ist, muß eine Kompensation
desselben über die Programmierung erfolgen. Der gezeigte Wafer ist
nicht fertigpoliert sondern besitzt auf seiner Oberfläche beidseitig
einen 800’er Schliff. Dadurch sinkt das Risiko des Kantenausbruchs
erheblich. Polierte Wafer weisen in der Oberfläche teilweise Spannungen
auf, die sich beim Ein- und Austritt des Werkzeugs aus der Bohrung
lösen und zu muschelartigen Abplatzungen führen können. |
|
Das
hier gezeigte Werkstück wurde in unterschiedlichen Abmessungen aus
verschiedenen Werkstoffen hergestellt. Die Bearbeitungsaufgabe betraf
die Herstellung aus einer grösseren Platte und gliederte sich in
- Ausschneiden der Aussenkontur - Herstellung der Langlöcher - Einarbeiten
einer vertieften Fläche in die Innenkontur - Absetzen des Randbereichs.
Da bei dieser Anwendung wegen der geringen Bearbeitungstiefe durch
das schichtweise Abtragen die Absaugung der Schleifmittelsuspension
nicht erforderlich ist, war die Aufgabe im Rahmen einer entsprechenden
Programmierung lösbar. Die Herstellung der PKD-Werkzeuge, mit einem
Durchmesser von 5 mm war dagegen relativ kostspielig, ergab jedoch
auch ein erfreuliches Ergebnis.
|
|
 |
Die
hier gezeigte Form aus Quarzglas wurde auf die gleiche Weise wie
das vorstehend gezeigte Werkstück hergestellt. Da Quarzglas wesentlich
spröder als zum Beispiel Floatglas ist, traten hier auch grössere
Kantenausbrüche auf, die für die Anwendung jedoch keine wesentliche
Rolle spielten. Das verwendete Werkzeug war ein Stift mit einem
Durchmesser von 1,5 mm, mit dem die gesamte Kontur aus einer grösseren
Platte herausgearbeitet wurde.
|
|
Bei
der Bearbeitung keramischer Werkstoffe beträgt der Werkzeugverschleiss
und die Bearbeitungszeit ein mehrfaches der Werte, die bei der Glasbearbeitung
erreicht werden. Das verwendete Werkzeug war ein Stift mit einem
Durchmesser von 1,5 mm, mit dem die gesamte Kontur aus einer grösseren
Platte herausgearbeitet wurde.
|
|
|
Seitenanfang
zur Startseite
|
|