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Werkzeugdefinition
Grundsätzlich
sollten bei der Werkzeugdefinition folgende Punkte beachtet werden:
Bei der Gestaltung der Werkzeugprofile/ -abmessungen muss die Korngrösse
des zu verwendeten Schleifmittels allseitig an Innen- und Aussenkontur
eingerechnet werden. Ebenfalls sollten die Werkzeuge bevorzugt so
definiert werden, daß die Absaugung der Schleifmittelsuspension
durch das Werkzeug möglich ist. Das Abtragvolumen mit Schleifmittelsuspensionsabsaugung
beträgt werkstoffabhängig ein vielfaches gegenüber der Bearbeitung
ohne Schleifmittelsuspensionsabsaugung.
Bei der konventionellen Ultraschallbearbeitung wird das Profil des
Werkzeugs unter Inkaufnahme des materialabhängigen Werkzeugverschleisses
- ähnlich wie beim Senkerodieren - im Werkstück abgebildet. Die
resultierende Abbildung ist allseitig etwa um die Korngrösse der
Schleifmittelkörnung zuzüglich des Maßes der seitlichen
Auslenkung des Werkzeugs grösser. Eine seitliche Auslenkung
ist meist dann gegeben, wenn die Achsen von Ultraschallsystem, Sonotrode
und Werkzeug voneinander abweichen. Da die Resonanzfrequenz der
Sonotrode zusammen mit dem Werkzeug auf die Betriebsfrequenz der
Ultraschallbearbeitungsmaschine abgestimmt werden muß und Sonotroden
eine relativ kostspielige Sache sind, haben wir hier einige Anregungen
für den Praktiker zusammengestellt.
Sonotroden werden bei der Herstellung soweit nicht anderes vereinbart,
als l/2 Resonatoren hergestellt und auf eine Resonanzfrequenz von
20 kHz abgeglichen. Zur Montage des Werkzeugs wird in erster Näherung
die Masse des Werkzeugs von der Montagefläche der Sonotrode - zum
Beispiel durch Drehen/ Fräsen - abgetragen.
Da der optimale Arbeitsbereich der Maschine zwischen 19,5 kHz und
20,5 kHz liegt, empfehlen wir den Verschleissbereich so zu definieren,
daß die Sonotrode zusammen mit dem neuen Werkzeug auf 19,5 kHz abgestimmt
und das Werkzeug während der Bearbeitung so lange verschlissen wird,
bis eine Resonanzfrequenz von etwa 20,5 kHz erreicht ist.
Eine exakte Abstimmung der Sonotrode auf die Werkzeugmasse ist in
Verbindung mit Messungen der Resonanzfrequenz mit Hilfe des Sonotroden-Messgerätes
problemlos möglich.
Die Bauform der Sonotrode ist wesentlich für das Bearbeitungsergebnis.
Um so enger die Frontabmessungen der Sonotrode dem Bearbeitungsprofil
angenähert werden können um so problemloser ist die Verarbeitung
und Abstimmung des Werkzeugs und die Arbeit auf der Maschine.
Die Beispiele betreffen Werkzeugprofile bis zu einer Länge von etwa
40 mm bei einer Arbeitsfrequenz von 20 kHz. Längere Werkzeuge für
tiefere Bohrungen sollten auf l/2 oder ein mehrfaches davon abgestimmt
und montiert werden.
Zur Abstimmung der Sonotroden zusammen mit den verwendeten Werkzeugen
bildet das Sonotroden-Messgerät eine ideale Ergänzung.
Das Sonotroden-Messgerät ermöglicht ausserdem die von der Maschine
räumlich getrennte Herstellung und Abstimmung der Sonotroden
auf die Resonanzfrequenz des Ultraschallsystems der Maschine sowie
die Montage der Werkzeuge.
Werkstoffe
zur Werkzeugherstellung
Die nachfolgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie entstand im Rahmen unserer Arbeit aus der praktischen Erfahrung.
Wir empfehlen für die Herstellung von:
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einfachen
Bohrwerkzeugen, nahtlos gezogene Rohre aus Cr-Ni, V2A oder V4A oder
Monel. Die Wandstärke bei Werkzeugprofilen unter ø1,5 mm sollte nicht
kleiner als 0,2 mm sein. Profile ab ø 3 mm sollten eine Wandstärke
von 0,4 bis 0,5 mm aufweisen um genügend Leistung über den Querschnitt
übertragen zu können. |
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Tiefbohrwerkzeugen
(über 40 Kaliber), Cr-Ni oder Monel-Profile, die durch Kaltkneten
(Hämmern), verdichtet wurden. Derartige Profile mit kleinen Abmessungen
werden zum Beispiel in der Brillenproduktion eingesetzt. |
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gedrehten
oder gefrästen Bohrwerkzeugen, Profile aus Cr-Ni, zum Beispiel Werkstoffnummer
4305. Die Wandstärke bei Profilen unter ø1,5 mm sollte nicht kleiner
als 0,2 mm sein. Profile ab ø 3 mm sollten eine Wandstärke von mindestens
0,4 bis 0,5 mm aufweisen um genügend Leistung über den Querschnitt
übertragen zu können. Bei der Bearbeitung ist darauf zu achten, daß
beim Spanen keine Risse oder Verwerfungen der Oberflächen auftreten,
die später beim Einsatz des Werkzeugs zu Rissbildungen im Profil führen
können. |
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Gravurwerkzeugen,
geprägte Platten aus Kupfer oder Monel. Die Platten werden vor dem
Prägevorgang geglüht und abgeschreckt. Dadurch wird das Material duktil
und kann in einem relativ weiten Bereich verformt werden. |
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grossflächigen
Gravurwerkzeugen mit geringerer Präzision, Messingbronze. Diese werden
durch Reliefgiessen - zum Beispiel in einer Gipsform - hergestellt. |
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Weitere
Werkzeuge für die Abbildung von komplexen Strukturen werden mit Galvanoplastik
hauptsächlich aus Kupfer hergestellt. Eine relativ einfache Technik
besteht darin, Metallfolien zu prägen oder auf andere Weise zu formen
und anschliessend auf der Rückseite der Folien eine lötfähige Kupferschicht
aufzugalvanisieren. Mit dieser Technik können sehr kleine Strukturen
abgebildet werden. |
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Stahllegierungen
können grundsätzlich auch zur Werkzeugherstellung eingesetzt werden.
Der Nachteil dieses Werkstoffs liegt nach unserer Ansicht darin, daß
der, während der Ultraschallbearbeitung durch Verschleiss abgetragene
Materialanteil in der Schleifmittelsuspension zu Verklumpungen führt
und im Lauf der Zeit die Zirkulation der Schleifmittelsuspension beeinträchtigt.
Die Rostbildung kann zwar durch eine entsprechende Chemie im Trägermedium
der Schleifmittelsuspension reduziert werden, jedoch besteht bei Einsatz
derartiger Rostschutzmittel das Risiko, daß Werkstücke aus empfindlichen
Werkstoffen oder Beschichtungen - zum Beispiel bei der Bearbeitung
optischer Komponenten - beschädigt werden. |
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Titanlegierungen
eigenen sich vorzüglich zur Herstellung von Bearbeitungswerkzeugen.
Der Nachteil liegt hauptsächlich in den Beschaffungskosten und der
erschwerten Verarbeitung. Das Verschleissverhalten von Titanlegierungen
ist besser als bei V4A. |
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Zur Abstimmung
der Sonotroden zusammen mit den verwendeten Werkzeugen bildet das:Sonotroden-Messgerät
eine ideale Ergänzung. Das Sonotroden-Messgerät ermöglicht
ausserdem die von der Maschine räumlich getrennte Herstellung
und Abstimmung der Sonotroden auf die Resonanzfrequenz des Ultraschallsystems
der Maschine sowie die Montage der Werkzeuge.
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