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Profilbohrungen
werden
für die unterschiedlichsten Anwendungen benötigt. Dabei sind in
der Regel folgende Forderungen zu erfüllen:
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Der Profilverlauf der Bohrungen untereinander sollte reproduzierbar
sein. |
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Die
Kontur der Profilbohrungen sollte exakt zur Werkstückgeometrie
ausgerichtet sein. |
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Bei
der Arbeit in polierte Flächen sind Kantenausbrüche und Kratzer in
den Oberflächen zu vermeiden. |
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Nachfolgend
einige Probestücke in verschiedenen Werkstoffen.
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Gefordert
war die Herstellung von Ausschnitten eines Strahlenganges aus einem
grösseren optischen Linsensystem. Die Bearbeitung wurde mit einem
Rechteckprofil als Werkzeug durchgeführt. Die Positionierung erfolgte
durch Aufkitten und Schwenken in den erforderlichen Winkel vor dem
Werkzeug. Mit dieser Bearbeitung konnte das Gewicht des Systems von
350 Gramm auf 40 Gramm reduziert werden. Aus einigen Linsen, deren
Ausschnitte im Randbereich lagen, konnten mehrere Linsenausschnitte
durch die Wahl einer entsprechenden Teilung auf dem Umfang der einzelnen
Linse gewonnen werden. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit beträgt bei
vorsichtiger Bearbeitungsweise mit Absaugung der Schleifmittelsuspension
durch das Werkzeugprofil etwa 0,5 mm / min. Eingesetzt wurde eine
Schleifmittelsuspension, 25 Vol.% Borcarbid der Körnung 280 in Wasser. |
| Die
Aufgabenstellung betraf die Herstellung eines Mitnehmerprofils mit
scharfkantiger Darstellung der Übergänge der Radien in HPSN. Hierfür
wurde ein, der Kontur entsprechendes Werkzeugprofil hergestellt, dessen
Herstellung sich durch die Forderung an die Abbildungstreue als ziemlich
aufwendig erwies.. Da die HPSN-Teile einen relativ hohen Materialwert
darstellten und die Bearbeitung langwierig ist, wurden die Bearbeitungsversuche
zum Abgleich des Werkzeugprofils in Glas durchgeführt. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit
in Glas beträgt bei vorsichtiger Bearbeitungsweise mit Absaugung der
Schleifmittelsuspension durch das Werkzeugprofil etwa 2,5 mm / min.
Eingesetzt wurde eine Schleifmittelsuspension, 25 Vol.% Borcarbid
der Körnung 280 in Wasser. |
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Die Bearbeitung
der Teile aus HPSN war im Vergleich zu den Glasmustern wesentlich
aufwendiger und erforderte wesentlich mehr Zeit. Nach den erforderlichen
Korrekturen am Werkzeugprofil wurden die ersten Profilbohrungen
hergestellt. Das Bild zeigt das aufgekittete Werkstück nach der
Bearbeitung. Der tatsächliche Bearbeitungsquerschnitt wurde zur
Absaugung der Schleifmittelsuspension durch eine Bohrung im Werkzeug
reduziert, wodurch natürlich auch die Bearbeitungszeit reduziert
werden konnte.
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| Die
Herstellung der übrigen Teile aus Modifikationen des gleichen Werkstoffs
war lediglich noch eine Frage der Bearbeitungszeit. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit
in HPSN beträgt effektiv bei Bearbeitung mit Absaugung der Schleifmittelsuspension
durch das Werkzeugprofil etwa 0,1 bis 0,2 mm / min. Der Werkzeugverschleiss
bei Verwendung von Cr-Ni zur Werkzeugprofilherstellung beträgt, abhängig
vom Verdichtungsgrad des Werkstoffs, etwa zwischen 150% und 400% .
Eingesetzt wurde eine Schleifmittelsuspension, 25 Vol.% Borcarbid
der Körnung 280 in Wasser. |
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Das Werkzeugprofil weist nach der Bearbeitung einen massiven Verschleiss
auf. Dieser ist im Bereich der über den Ring überstehenden Kontur
wesentlich grösser als im Bereich der Ringkontur selbst. Dies ist
darauf zurückzuführen, daß die Schleifmittelsuspension beim Ansaugen
im Bereich der überstehenden Kontur einen grösseren Weg zurücklegt
und die Sättigung dadurch geringer ist als im übrigen Bereich. Folglich
ist hier, durch die in dieser Zone reduzierte Abtragleistung der Werkzeugverschleiss
grösser. Die Verrundung der Kanten an der Stirnfläche des Werkzeugprofils
ist für die bearbeitete Werkstoffqualität normal. |
| Im
Vergleich zur Bearbeitung von Siliziumnitrid ist die Bearbeitung von
Bornitrid sehr einfach. Die Bearbeitung des hier gezeigten Teils wurde
mit unterschiedlichen, vorhandenen Werkzeugen durchgeführt und ist
lediglich ein Demonstrationsobjekt. Da Bornitrid sehr weich ist, muß
die Bearbeitung mit einem äusserst geringen Andruck des Werkzeugs
erfolgen. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit beträgt bei vorsichtiger
Bearbeitungsweise, abhängig vom Bearbeitungsquerschnitt, mit Absaugung
der Schleifmittelsuspension durch das Werkzeugprofil etwa 0,3 bis
0,8 mm / sec. Eingesetzt wurde eine Schleifmittelsuspension, 25 Vol.%
Borcarbid der Körnung 280 in Wasser. |
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Bei
dieser Aufgabenstellung sollten in einem Arbeitsgang eine Anzahl schrägstehender
Schlitze mit einer Formsenkung in eine spröde Keramik eingearbeitet
werden. Da nur wenige Labormuster der Keramik zur Verfügung standen,
wurden erst Versuche in Glas unternommen um das Werkzeug geometrisch
abzugleichen. Die Geometrie des Werkzeugprofils hätte mit einigem
Aufwand die Herstellung von Absaugbohrungen zugelassen. Wir haben
zugunsten der Kosten darauf verzichtet und die längeren Bearbeitungszeiten
inkauf genommen Die Bearbeitungsgeschwindigkeit beträgt bei vorsichtiger
Bearbeitungsweise ohne Einsatz der Absaugung der Schleifmittelsuspension
0,05 bis 0,15 mm / sec. Eingesetzt wurde eine Schleifmittelsuspension,
25 Vol.% Borcarbid der Körnung 280 in Wasser. |
| Die
anschliessende Bearbeitung der Keramikteile verlief trotz der relatv
hohen Porösität des Materials verhältnismässig problemlos. Das Bild
zeigt die Seite des Werkstücks, auf der das Werkzeug ausgetreten ist.
Die Geometrie der Kanten entspricht den Vorgaben. |
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Hier
noch eine vergrösserte Abbildung des Schlitzmusters. |
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