Rückschlagventil - 1. Bauform

 

Vor einigen Jahren hatten wir Probleme mit Wasserrückschlägen aus der Kanalisation und den daraus resultierenden Wasseransammlungen.

Weil der, im Keller eingebaute Abflußschacht nicht die Abmessungen marktgängiger Rückschlagventile hatte, und die Bauarbeiten für den Austausch des einbetonierten Abflußschachtes sich aufwendig gestalten würden, haben wir selbst ein Rückschlagventil gebaut.
Für diese Idee wurde uns das Deutsche Patent P 37 32 565 erteilt. Das Schutzrecht ist inzwischen erloschen. Möglicherweise finden sich für die Idee dennoch Anwendungsgebiete.
Die Vorstellung war, daß das Ventil in Blindmontage, also von einer Seite zum nachträglichen Einbau geeignet sein und eine sichere Abdichtung gewährleisten sollte.
Hieraus entstanden zwei Versionen, die einfach nachbaubar sind.

Kern der ganzen Sache war eine Schwimmerkugel, die deformationsfest und in dem möglichen Einsatzumgebungen hinreichend resistent sein und eine hohe Auftriebskraft, d.h. eine geringe Masse besitzen sollte.

Nach einigen Versuchen entstanden verschiedene Kugeln mit einem Kern aus Holz, Polyurethanschaum und Presskork, die einen Mantel aus vulkanisierten Gummi oder Silikonkautschuk-Vergussmasse erhielten.
Die erste Version des Ventils war zur Herstellung aus Recycling-Kunststoff vorgesehen, weil von diesem Material wesentlich mehr am Markt ist als sinnvoll wiederverwendet wird. Die Funktionsmuster wurden jedoch aus Kunststoff-Stangenmaterial hergestellt.
Das Ventil besteht aus drei miteinander verschraubten Ringen.

Zwischen dem Mittelstück und den beiden Endstücken ist je ein schlauchförmiger Ring aus Gummi oder einem Elastomer eingebaut, der beim Anziehen der Verschraubung gegen die Einbauwand verdrängt wird und dadurch eine sichere Abdichtung und Fixierung des Ventilgehäuses bewirkt.

Mit dieser Anordnung lassen sich problemlos Einbautoleranzen von 10 mm überbrücken.
Der untere Abschlussring ist mit drei, nach innen ragenden Keilen versehen, welche die Ventilkugel gegen herausfallen sichern.

In die Unterseite des unteren Abschlussringes sind die Muttern für die Verschraubung eingepresst.
Rückschlagventil - 2. Bauform
Die zweite Version besitzt nur einen Dichtring, der beim Anziehen der Verschraubung nach aussen verdrängt wird und das Ventil gegen die Wand fixiert und abdichtet.
In die gebogenen Halterohre, die in den Spannring eingenietet sind, sitzen die Befestigungsgewinde für die Verschraubung.

Die Halterohre sichern die Ventilkugel gegen herausfallen und gewährleisten infolge der offenen Konstruktion daß das System nicht verstopfen kann.