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Schleifmittelsuspension
Die Schleifmittelsuspension
und Ihre Zusammensetzung bestimmen zu einem wesentlichen
Anteil das Bearbeitungsergebnis.
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| Bewährt hat sich
eine Zusammensetzung von 20 – 25 Vol/% Schleifmittel und 75 – 80 Vol/%
Trägermedium, zum Beispiel Wasser. |
| Weitere Trägermedien,
die abhängig von den chemischen Gegebenheiten des zu bearbeitenden
Werkstoffs eingesetzt werden sind Petroleum und Glykole. |
| Da Schleifmittelkörner
eine höhere Dichte als das Trägermedium der Suspension besitzen, sedimentiert
das Schleifmittel relativ schnell wenn die Maschine einige Zeit nicht
betrieben wird. |
| Die Sedimendation
wird erheblich beschleunigt wenn Stahlwerkzeuge verwendet werden.
Der abgetragene Eisenanteil bildet zusammen mit dem Schleifmittel
und dem abgetragenen Werkstoff Klumpen in der Suspension, die durch
die Umwälzbewegung nicht gelöst werden. Gleichzeitig wird Schleifmittel
gebunden, das zur Bearbeitung nicht mehr zur Verfügung steht. |
| Um das Schleifmittel
einfacher in der Schwebe zu halten können sogenannte Suspendierhilfsmittel
eingesetzt werden. |
| Deshalb sollte
vor Aufnahme der Bearbeitung die Schleifmittelumwälzung der Maschine
für mindestens 15 Minuten eingeschaltet werden.. |
| Die Schleifmittelsuspension
und Ihre Zusammensetzung bestimmen zu einem wesentlichen Anteil das
Bearbeitungsergebnis. |
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Bewährt hat
sich eine Zusammensetzung von 20 – 25 Vol/% Schleifmittel und 75
– 80 Vol/% Trägermedium.
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Als
Schleifmittel haben sich insbesondere Stoffe mit geringerer Dichte
bewährt. Das sind zum Beispiel:
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Siliziumkarbid
grün, - eine hexagonale Kristallform – Dichte 3,21 - nicht als Splitterkorn
- ist zur Bearbeitung von Glas und weicheren Werkstoffen sehr wirtschaftlich
einsetzbar. Siliziumkarbid grau / schwarz splittert früher und
ist zur Ultraschallbearbeitung weniger geeignet weil sich die Korngrösse
relativ schnell verkleinert, was eine Änderung der Spaltgrösse und
damit des resultierenden Bohrungsdurchmessers zur Folge hat. Verwendet
werden überwiegend Körnungen zwischen .280 und 400 Mesh. |
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Borkarbid
- eine tetragonale Kristallform – Dichte 2,51 - ist die zur Keramikbearbeitung
meist verwendete Schleifmittelsorte. Das Material wird in der Regel
so lange eingesetzt, bis die Schleifmittelsuspension mit abgetragenem
Werkstoff gesättigt ist und ausgetauscht werden muss. Die Abtragleistung
bei Glas ist wegen des grösseren Keilwinkels der Schneidkanten, (ca.
120°) etwas geringer, die Standzeit jedoch wesentlich höher. Eine
Neigung zum Bruch der Körner besteht nicht. Lediglich bei der Bearbeitung
von Spinell, Rubin oder Siliziumnitrid entsteht ein höherer Kornverschleiss
durch Abstumpfen der Kornkanten. Verwendet werden überwiegend Körnungen
zwischen .250 und .400 Mesh. Die Standardkörnung ist .280, (ca. 40
µm). |
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Diamant
und CBN, (Kubisches Bornitrid) werden wegen der hohen Beschaffungskosten
hauptsächlich zur Bearbeitung von Diamant und PKD, (Polykristalliner
Diamant) eingesetzt. Die Standzeit ist von der Bearbeitungsaufgabe
abhängig.
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Schleifmittel
mit hoher Dichte, zum Beispiel Korund, (Dichte 8,5), sind weniger
geeignet, weil hier eine rasche Sedimendation eintritt, die auch mit
Schwebehilfsmitteln kaum in den Griff zu bekommen ist.
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Vergleich der
Korngrössen Mesh / µm - Mittlere Korngrössen +/- 15%
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| Makrokörnungen
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Mikrokörnungen |
| 60 |
250 µm |
F 230 |
53 µm |
F 600 |
9 µm |
| 80 |
177 µm |
F 240 |
45 µm |
F 800 |
7 µm |
| 100 |
125 µm |
F 280 |
37 µm |
F 1.000 |
5 µm |
| 120 |
105 µm |
F 320 |
29 µm |
F 1.200 |
3 µm |
| 150 |
88 µm |
F 360 |
23 µm |
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| 180 |
74 µm |
F 400 |
17 µm |
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| 200 |
63 µm |
F 500 |
13 µm |
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Mit kleineren
Körnungen werden bei Frequenzen zwischen 60 und 100 kHz Feldversuche
zur Mikrostrukturierung unternommen. Da die Abtragraten relativ
gering sind, ist die Sache recht zeitraubend.
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Ein
wesentlicher Bestandteil der Schleifmittelsuspensionsumwälzung im
Bereich der Absaugung ist das sogenannte Splittersieb. Da bei der
Bearbeitung kleine Bohrkerne und Splitter abgesaugt werden können,
besteht die Gefahr daß diese Fragmente Schäden im Bereich der Pumpen
verursachen oder Leitungen verstopfen. Die verwendeten Kreiselpumpen
haben in der Regel einen Luftspalt zwischen 0,3 und 0,5 mm. Ein Bohrkern
mit einem Durchmesser von 2 mm genügt um hier ernste Schäden zu verursachen.
Bei der Bearbeitung kleiner Werkstücke, zum Beispiel bei der Gewinnung
von kleinen Bohrkernen können diese – wenn die Kittstellen nicht einwandfrei
sind, - abgesaugt und in den Schleifmittelkreislauf geraten. Auch
hier besteht die Gefahr eines Pumpenschadens. Zwar ist in der Maschine
vor der Unterdruckmessdose ein Splitterabscheider eingebaut, der jedoch
nach unserer Ansicht zu klein ist, und vor allem einigen Aufwand beim
Entleeren erfordert. Wir haben ein Splittersieb mit einem Durchmesser
von 70 mm mit einer Maschenweite von 0,5 mm in das Permanentmagnete
zur Abscheidung metallischer Partikel oder abgetragenem Ferritwerkstoff
eingesetzt werden können. Die Vorrichtung wird in die Absaugleitung
hinter dem Schallkopf so montiert dass der Absaugschläuch die Schallkopfbewegung
nicht beeinträchtigt. |
| Einige
Besonderheiten sind beim Einsatz der Schleifmittelsuspensionsabsaugung
zu beachten. Da Wasser in einem mittleren Vakuum schon bei etwa 40°C
kocht, (Blasen bildet) sollte der Schleifmittelsuspension ein Entschäumer
zugesetzt werden. Silikonhaltige Entschäumer sind kostengünstiger,
jedoch zur Bearbeitung von optischen Komponenten oder Teilen die in
der Vakuumtechnik, der Medizin- oder Laborgerätetechnik eingesetzt
werden, weniger geeignet, weil die Rückstände schwer entfernbar sind.
Aus der Gemüsereinigung sind silikonfreie Entschäumer von verschiedenen
Herstellen bekannt, die keine Rückstände auf den benetzten Teilen
hinterlassen. |
| Das
Bild zeigt eine Glasplatte die ohne Schleifmittelsuspension für die
Dauer von etwa 0,2 Sekunden mit einen 3 mm Cr-Ni Stift mit Ultraschall
beaufschlagt wurde. Die induzierte Welle läuft durch die Platte, wird
an den beiden Grenzflächen reflektiert und bewirkt in Verbindung mit
einer schlagartigen Erhitzung der Zone durch die hohen Beschleunigungskräfte
ein Absprengen des beaufschlagten Bereichs. Ähnliche Effekte treten
bei Werkstoffen auf, die empfindlich auf Temperaturgradienten reagieren,
wenn der Wirkfläche des Werkzeugs zu wenig Schleifmittelsuspension
zugeführt wird, was die Ausbildung von Spannungszonen oder im Extremfall
den Bruch des Werkstücks zur Folge haben kann.. |
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Um den Absaugvorgang weiter zu optimieren haben wir Ende der 70’er
Jahre Versuche mit Schlauchpumpen und pneumatischen Membranpumpen
unternommen. Beide Pumpenarten erzeugen eine oszillierende Unterdrucksäule
und sind aus dieser Sicht für den Einsatz geeignet. Nachteilig ist
die Geräuschentwicklung an manchen Schlauchpumpen und der teilweise
recht hohe Pressluftverbrauch der pneumatischen Membranpumpen. Die
heute verwendeten Pumpen sind sehr geräuscharm und die Pumpenköpfe
bei Verschleiss eines Pumpschlauches problemlos auswechselbar. Einige
der Geräte im Testbetrieb haben bereits über 400 Betriebsstunden
ohne Störung.
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