Bogenförmige Profilbohrungen

können mittels der Ultraschallbearbeitungstechnik hergestellt werden. Hierbei ist lediglich zu beachten, daß eine exakte Nachführung des Werkzeugs in der Achse der beabsichtigten Bearbeitungsform erfolgt.

Das nebenstehende Beispiel zeigt eine Glasronde, in die eine bogenförmige Kegelbohrung, Durchmesser 1,5 mm / 2,5 mm eingearbeitet ist.

 

Derartige Bohrungen können mit nahezu beliebigem Profil hergestellt werden. Bei der Werkzeugdefinition sollte lediglich beachtet werden, daß der Radius des Werkzeugs nicht kleiner als l/4 der Arbeitsfrequenz ist.

Wird der Radius kleiner als l/4 so treten durch die seitliche Auslenkung des Werkzeugs meist im mittleren Bereich der Bohrung Aufbauchungen, d.h. Vergrösserungen der Bohrungsgeometrie, bedingt durch die Auslenkung des Werkzeugs auf. Selbstverständlich kann dieser Effekt, zum Beispiel in der Küvettenherstellung, auch beabsichtigt eingesetzt werden.

 

Bei der Herstellung von Bogenbohrungen ist auf eine sehr sorgfältige Definition und Herstellung des Werkzeugs zu achten. Als Material für das Werkzeugprofil kommen nur hochwertige Werkstoffe, z.B. V4A infrage. Werkzeugprofile aus Kupfer, die zum Beispiel als Galvanoplastik hergestellt wurden, brechen - auch nach Diffusionsglühungen - sehr schnell, meist schon beim Einschalten des Ultraschallgenerators.

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