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Hohlglas / Hohlkörper - Bearbeitung

Hohlkörper aus Glas und Keramik müssen oft mit Durchbrüchen versehen werden, die an der Innen und Aussenseite scharfkantig sind. Hierzu ist die Ultraschallbearbeitungstechnik ein sehr gut geeignetes verfahren. Sie wird hauptsächlich im Bereich der Herstellung von Labor- und Analysengeräten eingesetzt. Durch die Entwicklung neuer Glaskeramiken und deren Anwendung auch in diesen Bereichen reduzierte sich die werkstoffseitige Differenzierung. In der Glasbläserei erfolgt der Einsatz überwiegend zur Herstellung kalottenförmiger Schliffe.
Gefordert werden:

  1. Bohrungen mit Durchmessern unter 1 mm.
  2. Profilbohrungen in Glas- und Keramikrohre unterschiedlicher Wandstärke und Durchtrittswinkel.
  3. Abflachungen an Rohren.
  4. Reduzierung der Wandstärke in definierten Bereichen.

Bei diesen Anwendungen werden in den meisten Fällen scharfkantige Übergänge auf der Rohr-Innenseite gefordert.

Nachfolgend einige Proben in verschiedenen Werkstoffen.

 

Das Bild zeigt Bearbeitungsversuche mit unterschiedlichen Querschnitten an einem Quarzglas-Rohr mit einem Aussendurchmesser von 16 mm. Die Bearbeitung wurde mit verschiedenen Bohrwerkzeugen, mit und ohne Absaugung der Schleifmittelsuspension durchgeführt.
Das Bild zeigt weitere Bearbeitungsversuche mit unterschiedlichem Durchmesser an einem Quarzglas-Rohr mit einem Aussendurchmesser von 16 mm. Die Bearbeitung wurde mit verschiedenen Bohrwerkzeugen mit und ohne Absaugung der Schleifmittelsuspension durchgeführt. Die Positionierung erfolgte in einem Prisma. Bei einer Bohrung wurde eine Annäherung an den Innendurchmesser des Glasrohres versucht, was weitgehend gelungen ist.
Das Bild zeigt eine Bohrung Durchmesser 0,3 mm in einem Quarzglasrohr mit einem Aussendurchmesser von 20 mm. Die Bearbeitung wurde mit einem Bohrwerkzeug, ohne Absaugung der Schleifmittelsuspension durchgeführt. Die Positionierung erfolgte in einem Prisma.

Anschliessend wurde in die Bohrung mit einem weiteren Werkzeug eine Senkung ohne Absaugung der Schleifmittelsuspension eingearbeitet. Die Positionierung erfolgte wiederum in einem Prisma.

Das Bild zeigt ein Glasrohr mit einer ringförmig profilierten Wandstärkenreduzierung - die angenähert einen Kugelschnitt ergibt - auf eine Restwandstärke von 0,3 mm, sowie eine Abflachung der Wandung auf eine Restwandstärke von 0,4 mm an der dünnsten Stelle. Derartige Bearbeitungen werden durchgeführt um Anglasungen ohne Beeinflussung des Rohrinnendurchmessers herzustellen oder um Strukturen für Präzisionshalterungen zu schaffen. Die ringförmige Bearbeitung wurde mit einem Profilwerkzeug durchgeführt. Die Abflachung wurde mit einem stempelförmigen Werkzeug ohne Absaugeinrichtung bearbeitet.
Das Bild zeigt ein Rohr aus Aluminiumoxyd mit einem Aussendurchmesser von 24 mm in das eine Anzahl Bohrungen unterschiedlichen Durchmessers eingearbeitet wurden. Die Durchmesser der Bohrungen liegen zwischen 1,1 mm und 3,5 mm. Die Wandstärken zwischen den Bohrungen sind zwischen 0,25 mm und 0,5 mm. Die Bearbeitung wurde mit Bohrwerkzeugen, mit Absaugung der Schleifmittelsuspension durchgeführt.